Die beiden eingeschossigen Bestandsbauten des Weinguts am Rand des sanft geneigten Rebbergs ergänzt ein zweigeschossiger Neubau. Der Konstruktion liegt ein Betonskelett zugrunde, das mit einem einfachen Satteldach aus Wellplatten gedeckt ist. Für die Ausfachung der Fassade zogen die Architekten in der Rohbauphase zwei Kollegen hinzu, die im Rahmen eines Forschungsprojektes am Lehrstuhl für Architektur und Digitale Fabrikation der ETH-Zürich prototypische Wandelemente entwickelt hatten, zusammengefügt vom institutseigenen Industrieroboter.
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Gebaute Architektur besteht aus vielen Teilen. Das liegt daran, dass Gebäude sehr grosse Objekte mit zahlreichen unterschiedlichen Funktionen sind, die nicht aus einem Stück hergestellt werden können. In der Entwurfsphase hingegen wird das Gebäude vom Architekten wie eine Skulptur als Gesamtvolumen modelliert, damit er den Kern der gestalterischen Aussage darstellen kann, beispielsweise in einem Wettbewerbsmodell aus Gips. Dazwischen bewegt sich der architektonische Planungsprozess: die konstruktive und organisatorische Übersetzung des «Ganzen» des Entwurfs in seine baulichen «Teile». Bei den allermeisten Gebäuden ist die schrittweise Unterteilung des Ganzen in seine Teile keine grosse Hürde.
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