Dr. Hermann Scheer erklärte in seinem Vortrag auf dem DETAIL Symposium Energie und Nachhaltigkeit weshalb internationale Konferenzen wie 1992 in Rio und 2007 in Bali nicht geeignet sind, das globale Klimaproblem zu lösen. Zu komplex seien die Aufgaben, als dass sie in einem Vertragswerk konstruktiv dargestellt werden könnten. Vielmehr sei ein Paradigmawechsel gefragt – eine technische Revolution, die im Wesentlichen einen Wechsel hin zu neuen Energien, beinhaltet, einen Ressourcenwechsel.
In Abhängigkeit von vergänglichen Ressourcen zu leben ist schon heute ein Weg ohne Zukunft. Bedenkt man den „Ressourcenhunger“ in China und Indien, wo ein Drittel der Weltbevölkerung lebt, dann beschleunigt sich der Erschöpfungsprozess dramatisch. Die Folgen für die Wirtschaft durch steigende Energiepreise zeichnen sich bereits jetzt ab und die Umweltprobleme gehen damit einher. Von zwei Seiten der Medaille zu sprechen, so Scheer ist falsch, denn es handelt sich nicht um ökologische und ökonomische Prozesse – es ist alles ein Prozess!
Das Bauen spielt eine fundamentale Rolle, „denn ohne solares Bauen lösen wir das Energieproblem nicht“, betonte Scheer. 40 bis 50 Prozent der Problemlösung fänden hier statt und der Schlüssel sei die Energieautonomie. Dies erfordert einen umfassenden Strukturwandel und daraus ergibt sich für uns die Notwendigkeit, anders zu denken und anders zu rechnen als bisher.
Der vollständige Vortrag von Dr. Hermann Scheer steht
hier zum Download bereit.
